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Deutscher Städtetag: „ Kulturelle Bildung ist integraler Bestandteil kommunaler Bildungslandschaften“

Was bedeutet Kulturelle Bildung in der kommunalen Bildungslandschaft? Womit sind Akteure aus Politik und Verwaltung konfrontiert, wenn sie Kulturelle Bildung vor Ort vernetzen wollen? Und wie können sie dafür sorgen, dass „kein Kind, kein Jugendlicher verloren geht“? Diese Fragen beantwortet Pia Amelung, Referentin im Dezernat III „Bildung, Kultur, Sport und Gleichstellung“ des Deutschen Städtetags und Mitglied der MIXED UP Fachjury im Interview.

                                                                  Foto: Michaela Spohr, Collage durch BKJ

Frage: Seit zwei Jahren unterstützt der Deutsche Städtetag den MIXED UP Bundeswettbewerb für kulturelle Bildungspartnerschaften, u. a. als Mitglied in der Fachjury. Was ist Ihre Motivation dafür?

Kulturelle Bildung in öffentlicher Verantwortung möchte Chancengerechtigkeit und Teilhabe ermöglichen, damit alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen von Anfang an und lebensbegleitend Zugang zu Bildung und kulturell-künstlerischer Entfaltung haben. Städte als Träger von Kindertageseinrichtungen, Schulen, Bibliotheken, Musikschulen, Volkshochschulen, Jugendkunstschulen u. a. unterstützen daher die Potenzialentfaltung von attraktiven Bildungs- und Lebensorten durch Projekte der Kulturellen Bildung. Der bundesweite Wettbewerb MIXED UP passt hervorragend in diese Gesamtstrategie.

Frage: Besonders wichtig ist dem Deutschen Städtetag die Preiskategorie „Bildungslandschaft“. Was können sogenannte „Bildungslandschaften“ für kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen bewirken?

Nur durch eine verbindliche und institutionelle Kooperation der unterschiedlichen Zuständigkeiten, Akteure und Professionen und nur, wenn die notwendigen organisatorischen Strukturen vor Ort existieren, kann Kulturelle Bildung inhaltlich und strukturell in der Bildungsentwicklung vor Ort auch vernetzt werden. Und nur dann kann Kulturelle Bildung in der Bildungslandschaft auch wirken.

Mit dem Begriff der „kommunalen Bildungslandschaft“ wird bereits in der Aachener Erklärung (1)  für eine systematische Steuerung und Organisation der Bildung entlang der Bildungsbiografie von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch ein kommunales Bildungsmanagement und eine regelmäßige Bildungsberichterstattung als dessen Grundlage plädiert. Das Konzept geht von einem umfassenden Bildungsbegriff aus und umfasst alle Bereiche und Akteure im Sinne eines lebensbegleitenden und an der Bildungsbiografie orientierten Lernens. Kulturelle Bildung ist integraler Bestandteil kommunaler Bildungslandschaften sowie ein wesentliches Element kommunaler Kultur.

Die Bündelung und Vernetzung der Zuständigkeiten und Ressourcen für Bildung auf der örtlichen Ebene ermöglichen es, Probleme zu identifizieren und erfolgreiche Bildungsbiografien durch Gestaltung des unmittelbaren Lebensumfeldes der Menschen zu fördern. (2)

Frage: Was erhoffen Sie sich von den diesjährigen MIXED UP Bewerbungen? Was würden Sie interessierten Kommunen für ihre Teilnahme am Wettbewerb mit auf den Weg geben?

Ich erhoffe mir von den diesjährigen Bewerbungen, dass insbesondere Kinder und Jugendliche die Möglichkeit zur aktiven Teilhabe bekommen, die bisher keine oder nur wenig Berührungspunkte mit Projekten der Kulturellen Bildung hatten. Wenn ihre Kreativität mit der Kooperationspraxis von Schulen bzw. Kindertagesstätten und außerschulischen Lernorten zusammenkommt, entstehen konkrete positive Lernerfahrungen als Teil ihrer individuellen Bildungsbiografie. Darauf freue ich mich!

Um allen Kindern und Jugendlichen vor Ort einen niedrigschwelligen Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten zu ermöglichen, sollten Kooperationen zwischen Schulen, Kitas bzw. anderen Bildungseinrichtungen und außerschulischen Einrichtungen und Akteuren vorangebracht und weiterentwickelt werden. Dafür kann MIXED UP eine geeignete Plattform sein!

 

(1) Deutscher Städtetag „Aachener Erklärung“ (2007): http://www.staedtetag.de/imperia/md/content/dst/2019/aachener_erklaerung.pdf [Zugriff zuletzt: 24.04.2019]

(2) Deutscher Städtetag „Münchner Erklärung“ (2012): http://www.staedtetag.de/imperia/md/content/dst/muenchner_erklaerung_2012_final.pdf [Zugriff zuletzt: 24.04.2019]

Weitere Informationen

Pia Amelung, Deutscher Städtetag, Mitglied der Fachjury bei MIXED UP 2019

Informationen zur Jury in MIXED UP 2019

Weiteres Interview mit MIXED UP Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Wei-terbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

Für MIXED UP 2018 noch bis zum 15. Mai 2018 bewerben





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